Klinikum Karlsbad-LangensteinbachKlinikum Karlsbad-Langensteinbach

Suchtpräventionsprojekt für Schüler

SODA

(Karlsbad, 05.03.2009) Stark ohne Drogen
Suchtpräventionsprojekt für Schüler
Im Sommer 2008 initiierte die Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie des SRH Klinikums Karlsbad-Langensteinbach das Suchtpräventions-projekt SODA (Stark ohne Drogen-Aktionsprogramm) für Schüler von achten Klassen. Professor Matthias Weisbrod, Chefarzt der Abteilung, und ein Team von Mitarbeitern aus Psychiatrie, Innerer Medizin und Öffentlichkeitsarbeit kooperieren dabei mit den Schulleitungen und v.a. mit den Lehrkräften der Haupt- und Realschule sowie des Gymnasiums am Schulzentrum Langensteinbach, die mit Drogenfragen beauftragt sind (Fabian Hilgenfeldt, Christiane  Schwarz, Jörg Sekler, Ulrike Zimmermann). Mit von der Partie sind die Jugend- und Drogenberatung Ettlingen (Checkout), sowie Polizeihauptmeister und Jugendsachbearbeiter Volker Grabetz als Vertreter der Polizei (Albtal).

Der steigende Alkoholkonsum bei zunehmend jüngeren Jugendlichen und die wachsende Zahl von Konsumenten illegaler Drogen machten ein solches Projekt notwendig, unterstreicht Professor Weisbrod. „Deutschland liegt im europäischen Vergleich beim Alkoholkonsum Jugendlicher leider weit vorne. Rund ein Drittel der 15-jährigen Mädchen und die Hälfte der Jungen trinken regelmäßig Alkohol. Die Zahl von Alkoholvergiftungen hat sich seit 1990 verdoppelt - und der Anteil von Jugendlichen unter 16 Jahren wächst dabei besorgniserregend“, so Weisbrod.

Seit dem Start von SODA durchliefen elf Schulklassen das Projekt. Es beginnt mit einer Projektwoche zum Thema Drogen und einer Unterrrichtseinheit der Jugend- und Drogenberatung über riskanten und risikoarmen Suchtmittelgebrauch. An einem weiteren Projekttag kommen die Schüler ins SRH Klinikum und können in kleinen Gruppen direkt mit einem jungen, ehemals drogenabhängigen Patienten und einem Psychiater sprechen. Sie lernen und diskutieren die Ursachen, Nebenwirkungen und Folgen von Alkohol- und Drogenmissbrauch – vor allem die psychiatrischen Folgeerkrankungen.
Außerdem erfahren die Achtklässler am eigenen Leibe mittels einer Rauschbrille und Geschicklichkeitstests, wie stark Alkohol die Wahrnehmung einschränkt.  Das Programm schließt mit einem Elternabend der beteiligten Klassen zum Thema Drogen ab.

„Andere Klassen sollen auch teilnehmen, weil es interessant ist, so viel über Drogen zu erfahren und weil es nachdenklich macht“, kommentiert eine 13-jährige Hauptschülerin das Aktionsprogramm. Christiane Schwarz, drogenbeauftragte Lehrerin an der Hauptschule unterstreicht, dass „das Interesse der Schüler an diesem Thema erfreulich und unerwartet groß ist.“ Neben den Beteiligten engagiert sich auch der Ettlinger Landtagsabgeordnete Werner Raab und der Förderverein Sicherer Südlicher Landkreis e.V., dem Raab vorsitzt, für das Projekt.

Zum Thema Drogenmissbrauch und Suchtprävention bietet die Suchtberatungsstelle Ettlingen (http://www.checkout-ettlingen.de/) Information und Beratung an. Infobroschüren gibt es auch bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (http://www.bzga.de/).

Kontakt: Doris Gabel, Öffentlichkeitsarbeit
Tel. / Fax: 07202 - 61 40 28  / 61 40 29
E-Mail: doris.gabel@kkl.srh.de


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