
Wenn eine Vollnarkose erforderlich ist, bevorzugen wir die totale intravenöse Anästhesie-Technik (TIVA). Hierbei spritzt der Anästhesist das Narkosemittel über die Vene in den Blutkreislauf. Wir verwenden aber auch Narkosemittel, die während der Beatmung zusammen mit dem Sauerstoff in Gasform verabreicht werden.
Hierzu zählen Anästhesien im Bereich der Wirbelsäule und des Rückenmarkraums (Spinal- und Periduralanästhesien) sowie alle Nervenblockaden an Armen und Beinen. In der Wirbelsäulenchirurgie legen wir standardmäßig Katheter in den Rückenmarkraum der Brustwirbelsäule. Durch diese Katheter kann der Narkosearzt Schmerzmittel verabreichen.
Dieses Verfahren beeinträchtigt nach der Operation die Lungenfunktion wesentlich weniger und auch Darmfunktion kommt entscheidend schneller in Gang. Komplikationen wie Lungenentzündung, Darmlähmung oder Thrombose lassen sich hierdurch vermeiden.
Wann immer möglich, kombinieren wir Vollnarkosen mit regionalen Katheterverfahren wie beispielsweise Periduralanästhesien (PDA) oder Plexus-Blockaden. Auf diese Weise kann der Narkosearzt Schmerzen während eines operativen Eingriffs ausschalten und gleichzeitig das Herz-Kreislaufsystem stabilisieren. Nach der Operation lässt sich der Anästhesiekatheter auch für die Schmerztherapie nutzen: Unsere Patienten fühlen sich wohler, können sich ohne Schmerzen ihrer Krankengymnastik widmen und werden schneller wieder mobil.
Wann immer möglich, verzichten wir auf den Einsatz von Blutkonserven (Fremdblut) während der Operation. Bei größeren Operationen wird regelmäßig das Wundblut so aufbereitet, dass wir die körpereigenen roten Blutkörperchen als Infusion zurückführen können. Hierdurch lässt sichder Einsatz von Fremdblut häufig vermeiden.
Dr. Harald Keller, Leitender Oberarzt (Ärztliche Leitung)
Gunther Schendzielorz, Jürgen Epp (Leitung Anästhesie Pflege)
Die operative Intensivstation (Station 08) steht unter anästhesiologischer Leitung. Wir arbeiten eng mit unseren Kollegen aus den operativen Fachabteilungen zusammen.
Hier versorgen wir hauptsächlich Wirbelsäulenverletzte und Menschen, die an der Wirbelsäule operiert wurden. Wenn bei einer Operation im Halswirbelsäulen-Bereich ein Luftröhrenschnitt (Tracheotomie) notwendig ist, liegen die Patienten nach dem Eingriff ebenfalls auf unserer Intensivstation.
Wir versorgen jährlich etwa 1.200 Patienten, die einer intensiven Beobachtung bedürfen. Von ihnen müssen etwa 30 Prozent beatmet werden. Kleine Kinder und Säuglinge verlegen wir zur Intensivüberwachung und -therapie auf die Kinderintensivstation des Städtischen Klinikums Karlsruhe.
Wir setzen moderne intensivmedizinische Verfahren ein. Dazu zählen die invasive Überwachung der Systemfunktionen durch Katheter, die differenzierte Beatmung (invasiv und non-invasiv) und moderne Lagerungstechniken wie Wechsellagerung und kinetische Therapie. Bei der Schmerztherapie konzentrieren wir uns auf systemische Verfahren, die wir häufig auch mit regional-anästhesiologischen Verfahren kombinieren.
Wenn Sie einen Angehörigen oder Freund auf der orthopädischen Intensivstation unseres Klinikums besuchen möchten, bitten wir Sie, vorab unsere Besucherinformation (LINK ZU KKL-BESUCHERINFORMATION) zu lesen.
Dr. Harald Keller (Leitender Oberarzt)
Jürgen Eickele, Ulrike Denninger (Pflegerische Leitung)

Auch nach einer Operation muss niemand Schmerzen ertragen. Aus diesem Grund haben wir einen Schmerzdienst eingerichtet. Täglich besucht ein Anästhesist morgens und abends alle Patienten auf allen operativen Stationen unseres Klinikums, bei denen der Schmerzkatheter oder Schmerzpumpen verwendet werden. Bei den Schmerzpumpen hat der Patient sich das Schmerzmittel selbst in bestimmten Zeitabständen verabreichen kann. Hierdurch ist eine wesentlich schnellere Behandlung wechselnder Schmerzstärken möglich. Schmerzfreiheit bedeutet Lebensqualität. Der Erfolg einer Operation und auch der nachfolgenden Behandlung lässt sich durch eine gute Schmerztherapie steigern: Der Patient ist schneller mobil und kann dadurch rascher aus dem Krankenhaus in sein vertrautes Umfeld zurückkehren.
Beim Kniegelenksersatz lindern Katheter im Bereich der Lendenwirbelsäule (Periduralkatheter) oder andere nervennah platzierte Katheter die Schmerzen nach der Operation. In der Schulterchirurgie legen wir standardmäßig Katheter in die Nähe der Nerven, welche das Schultergelenk mit Schmerzfasern versorgen. Die Operation selbst erfolgt in Vollnarkose, für die anschließende Krankengymnastik verabreichen wir Schmerzmittel über den Katheter.
In der Wirbelsäulenchirurgie setzen wir routinemäßig Periduralkatheter im Bereich der Brust- und Lendenwirbelsäule ein, die Schmerzen im Brust- und Bauchbereich hervorragend ausschalten. Dies verbessert gleichzeitig die Lungen- und Darmfunktion.
Wenn Patienten nach einer Operation unter chronischen Schmerzen leiden, erarbeiten wir individuelle Konzepte für ihre Schmerztherapie.
wenn für Sie ein Eingriff unter Anästhesie in unserem Klinikum geplant ist, dann können Sie uns durch Ihre Mitarbeit helfen, das Beste für Ihre Sicherheit zu tun.
Beantworten Sie die Fragebögen sorgfältig und unterschreiben Sie die Einverständniserklärung nach dem Aufklärungsgespräch mit dem Arzt.
Wenn bei einer orthopädischen Operation ein größerer Blutverlust zu erwarten ist, so können wir mit verschiedenen Verfahren Blutverluste durch eigenes Blut ausgleichen. Falls eine Eigenblutspende vorgesehen ist, wird diese in der Blutbank des Städtischen Klinikums Karlsruhe vorgenommen. Dieses Eigenblut steht dann zum Operationstermin in unserer Klinik zur Verfügung.
Einwilligungsformular (PDF
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Anamnesebogen und Einwilligungsformular für Kinder Erwachsene
Einwilligungsformular (PDF
81 KB)
Anamnesebogen und Einwilligungsformular für Erwachsene