
In der Abteilung für akute Neurologie untersuchen und behandeln wir Krankheiten des zentralen und peripheren Nervensystems. Die bekanntesten Erkrankungen innerhalb dieses weiten medizinischen Spektrums sind:

Bei der Behandlung des Schlaganfalls kommt es auf jede Minute an. Die Versorgung in spezialisierten Einheiten birgt für die betroffenen Menschen erhebliche Vorteile. Daher haben wir im Klinikum Karlsbad-Langensteinbach eine Schlaganfallstation aufgebaut. Die regionale Schlaganfallstation arbeitet streng nach den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie und den Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft Schlaganfallstationen Baden-Württemberg auf dem Niveau einer „Stroke Unit“. Gemeinsam sichern Neurologen, Internisten und Radiologen rund um die Uhr die Diagnostik (Bildgebung, Ultraschall, EKG, Monitoring, etc.) und Behandlung von Menschen mit Verdacht auf Schlaganfall. Für die Behandlung stehen Pflegekräfte, Logopäden, Ergotherapeuten und Physiotherapeuten zur Verfügung. Auch für die Frührehabilitation bieten wir spezialisierte Betten.
Leiter des LSS sind Professor Fetter, Chefarzt der Abteilung für Neurologie, und Professor Diehm, Chefarzt der Abteilung für Inneren Medizin. Tagsüber betreuen erfahrene Assistenten der Neurologie und ein neurologischer Oberarzt (12,5 Std.) unsere Patienten. Außerhalb der regulären Dienstzeiten ist durchgehend der Bereitschaftsdienst und der oberärztliche Rufdienst der Neurologischen Klinik einsatzbereit.
Die Schlaganfallstation grenzt direkt an die interdisziplinäre Intensivstation und kann daher jederzeit deren Experten hinzuzuziehen. Die Schlaganfallbetten sind mit den üblichen Überwachungsmonitoren ausgestattet (unter anderem EKG, Blutgasanalyse und Blutzuckerbestimmung). In angrenzenden Räumen befindet sich das neurosonologische Labor mit Geräten für die weiterführende Diagnostik (unter anderem Doppler, Duplexsonographie, Echokardiographie und Schluckecho).
Im Jahr 2007 hat unsere Schlaganfallstation über 600 Patienten versorgt, von denen über 400 einen Schlaganfall hatten. Die MRT- oder CT-Untersuchung erfolgte im Durchschnitt innerhalb der ersten Stunde nach der Aufnahme.
Unser Klinikums zeichnet sich dadurch aus, dass es zehn Betten für die Frührehabilitation nach Schlaganfall anbietet. Nach der Entlassung aus der Frührehabilitation kehren unsere Patienten entweder nach Hause zurück oder werden in umliegenden Rehabilitationskliniken, geriatrische Rehabilitationskliniken oder in Pflegeheime verlegt.
Sie finden uns in Haus 4, Ebene 3 (bei den Intensivstationen)
Dr. F. Andres, Vertreter: Dr. H. Wollanka
Dr. J. Kütscher
Anmeldung: Tel. 07202/61-0 (Pforte - Assistent der Regionalen Stroke Unit)
Ein Schwerpunkt der Neurologie ist die Diagnostik und Behandlung von Patienten mit plötzlichen oder dauerhaften Schwindelerkrankungen, Gleichgewichts- und Orientierungsstörungen sowie Störungen der zentralen Augenbewegung.
Hierfür haben wir ein überregionales Schwindelzentrum eingerichtet. Hier helfen wir Menschen mit akuten und chronischen Schwindelerkrankungen. Um die Ursache von Schwindelerkrankungen herauszufinden, sprechen wir ausführlich mit dem Betroffenen und führen spezielle Untersuchungen durch.

Schwindel ist nach Kopfschmerz das zweithäufigste gesundheitliche Problem, das Menschen zum Arzt führt. Dennoch ist die medizinische Versorgung schwierig. Zum einen gibt es über 200 verschiedene Ursachen für Schwindel, zum anderen können die meisten Betroffenen ihre Beschwerden nur ungenau schildern. Typische Symptome sind Schwindelgefühle beim Drehen oder Aufstehen, die Wahrnehmung von Scheinbewegungen, ein unsicherer Gang, Probleme bei der Orientierung im Raum, aber auch Begleitbeschwerden wie Übelkeit, Schwitzen, Herzrasen (Tachykardie) und erhöhte Atemfrequenz (Tachypnoe).
Wenn Sie ihre Schwindelbeschwerden in unserer Klinik untersuchen lassen wollen, versuchen wir in einem ausführlichen Gespräch folgende Fragen mit Ihnen zu klären:
Allein in diesem ersten Gespräch können wir häufig bereits die Diagnose stellen. Es folgt in der Regel eine klinische Untersuchung, nur bei speziellen Fragestellungen sind apparative Untersuchungen erforderlich. Zirka 80 Prozent der Schwindelpatienten lassen sich zehn Hauptdiagnosen zuordnen. Moderne Therapieverfahren können bei vielen Patienten die Beschwerden deutlich lindern oder sogar völlig beseitigen.
Noch vor 70 Jahren behandelte man Schwindelpatienten durch eine beidseitige Durchtrennung der Gleichgewichtsnerven. Bis vor 20 Jahren erhielten Schwindelpatienten Medikamente, die den Gleichgewichtssinn dämpfen.
Heute gibt es sanftere Operationsmethoden, und auch dämpfende Medikamente werden nur noch kurz zu Beginn der Therapie eingesetzt. Gute Erfolge lassen sich mit modernen Trainingsprogrammen für den Gleichgewichtssinn erzielen.

In der Neurologischen Abteilung des SRH Klinikums Karlsbad-Langensteinbach haben wir mehr als zwanzig Jahre Erfahrung in der Diagnostik und Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen. Wir können Wirbelsäulenprobleme sehr genau orten und unseren Patienten klar beantworten, ob sie von einer Operation profitieren oder ob eine konservative oder Minimal-invasive Therapie sinnvoller ist.
Die Beschwerdebilder bei Wirbelsäulenerkrankungen sind vielfältig. Sie reichen von Schmerzen über Lähmungen und Gefühlsstörungen bis hin zur Blasen- und Mastdarmschwäche. Wir behandeln unter anderem folgende Wirbelsäulenprobleme:
Wir legen Wert auf eine gründliche neurologische und elektrophysiologische Diagnostik und auf eine gezielte radiologische Funktions- und Etagendiagnostik. Hierbei helfen auch spezielle krankengymnastische Untersuchungstechniken.
Die therapeutische Entscheidung treffen wir als fachübergreifendes Team, dem jeweils ein Radiologe, Neurologe und Orthopäde angehören. Bei Bedarf organisieren wir über unsere Sozialdienste entsprechende Anschlussheilbehandlungen in spezialisierten Rehabilitationskliniken.
Für Fragen und Auskünfte stehen die Neurologischen Sekretariate gerne zu Verfügung:
Tel.: 07202/61-36 06 oder 07202/61-33 69.
Vor einigen Jahren wurde in der neurologischen Abteilung die Möglichkeit der Behandlung chronisch schmerzkranker Patienten im Rahmen einer speziellen multimodalen Schmerztherapie etabliert. Notwendig wurde dies durch die stetig steigende Zahl von Patienten mit chronischen Schmerzen, deren Versorgung jedoch oft in die Hände von Spezialisten gehört. Besondere Vorteile liegen im gleichzeitigen Einsatz mehrerer Fachdisziplinen wie Neurologie, Orthopädie, Anästhesie, Schmerzpsychologie, Physio- und Ergotherapie, so dass deren gemeinsame Erfahrungen gebündelt werden können und damit häufiger zum Erfolg führen. Schwerpunkte unserer Abteilung liegen im neurologischen und orthopädischen Bereich wie z.B.
Wir legen Wert auf den multiprofessionellen Ansatz und das Einsetzen eines multimodalen Behandlungskonzeptes. Zum Einsatz kommt ein Team erfahrener Kollegen der verschiedenen Abteilungen, zum regelmäßigen Erfahrungsaustausch werden wöchentliche Schmerzkonferenzen abgehalten.
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Auskünfte und Anmeldung:
Funktionsoberarzt Herr Fritz
Michael.Fritz@kkl.srh.de
Tel.: 07202/61-0
Auf unserer Frührehabilitationsstation S1 (und teilweise auch S2) behandeln wir nach der Akutversorgung Menschen mit schwersten Hirnschäden, darunter auch Wachkomapatienten. Diese Menschen kommen auf unsere Station, wenn sie nicht mehr beatmet werden müssen und wenn ihr Kreislauf stabil ist. Dabei handelt es sich um
In Ausnahmefällen behandeln wir auch:
Auf den Stationen für Frührehabilitation können wir Menschen mit Hirnschäden per Monitor überwachen. Das Pflegepersonal ist geschult im Umgang mit dem speziellen Instrumentarium (beispielsweise Tracheostoma, zentrale Venenkatheter, PEG-Sonden, suprapubische Blasenkatheter). Entwickelt der Patient eine schwere Spastik, können wir mit Krankengymnastik Spritzen mit Botulinumtoxin gezielt eingreifen. Sobald der Patient seine Selbstständigkeit teilweise wieder erlangt hat, überweisen wir ihn zur weiteren Rehabilitation in eine der umliegenden Rehabilitations-Einrichtungen.
Ob ein Patient bei uns aufgenommen werden kann, entscheiden wir aufgrund seines Krankheitsbildes, unserer Kapazitäten und unter dem Aspekt der Regionalversorgung. Patienten sollten sich schriftlich anmelden, am besten per Fax zusammen mit einem Frühreha-Barthel-Index und mit dem abrufbaren Anmeldebogen. Anmeldungen nimmt das Sekretariat von Professor Fetter an (Fax-Nr. 07202/616180).
Leitende Oberärztin Frau Dr. Herb, edeltraut.herb@kkl.srh.de, Oberarzt A. Stockert, andreas.stockert@kkl.srh.de
Tel. 07202/61-0, Durchwahl -3601. Sekretariat Professor Dr. Fetter -3606

Mit dem EEG (Elektro-encephalographie) misst man an der Kopfoberfläche schmerzlos Hirnströme. Diese Methode kann beispielsweise bei Bewusstseinsstörungen und epileptischen Anfällen diagnostisch weiterführen.

Die Evozierten Potentiale überprüfen genau, mit welcher Geschwindigkeit Informationen von außen wahrgenommen und zum Gehirn transportiert werden. Sie messen die Verarbeitung von Geräuschen, Lichtblitzen und kleinen elektrischen Impulsen, die Haut und periphere Nerven reizen. Diese Untersuchungen helfen dabei, einen Krankheitsherd genau auszumachen oder den Verlauf einer Erkrankung besser einzuschätzen (beispielsweise bei Rückenmarks- und Hirnstammerkrankungen und Multipler Sklerose).

Mit der Magnetstimulation messen wir, wie lange ein Bewegungsimpuls vom Gehirn zu seinem Zielorgan benötigt. Dabei bringt man mit einem kellenförmigen Elektromagneten einen magnetischen Impuls am Kopf oder an der Wirbelsäule an, der zu einer messbaren Muskelzuckung führt. Diese Untersuchung hilft, bei Lähmungen verschiedene Ursachen zu unterscheiden.

Die Messung der Nervenleitgeschwindigkeit hilft, Schäden an peripheren Nerven objektiv einzuschätzen. Kleine Stromimpulse an Arm oder Bein zeigen Verlangsamungen, Blockaden und den Verlust von Leitungen in den Nervenbahnen. Diese Untersuchung hilft bei der Diagnostik und beim Ausschluss von Polyneuropathien, Nervenkompressionssyndromen und anderen Nervenschäden.
Ergänzend setzen wir die Elektromyographie ein, eine Untersuchung elektrischer Aktivität im Muskel. Dafür platziert man spezielle Nadeln mit einer eingebauten Elektrode an verschiedenen Stellen eines Muskels und beurteilt dessen elektrische Aktivität in Ruhe und bei Belastung. Diese Methode ermöglicht eine Beurteilung und Lokalisation der Schwere periphärer Nervenschäden und Muskelerkrankungen.

Bei der Elektrooculographie, auch Elektronystagmographie genannt, misst der Arzt die Augenbewegung in Ruhe und bei bestimmten Aufgaben. Diese Untersuchung ergänzt beispielsweise die Abklärung von Gangstörungen und Schwindel.

Mit Ultraschallgeräten lassen sich der Verlauf, die Beschaffenheit der Gefäßwand und die Flüsse aller hirnversorgenden Gefäße am Hals exakt darstellen. Die transkranielle Duplex- und Dopplersonographie gibt sogar Einblick in die Gefäße im Gehirn. Mit dieser Untersuchung kann der Arzt Verengungen und Verschlüsse dieser Gefäße als Ursache für Schlaganfälle objektiver einschätzen.
Professor Dr. Fetter (F) und Dr. Andres (A) sind Ausbilder der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie (DGKN) für EMG/NLG (F, A), Evozierte Potentiale (A), EOG (F) und EEG (F) und Ausbildungsleiter der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) in der Dopplersonographie der hirnversorgenden Gefäße einschließlich Duplexsonographie und transkranieller Dopplersonographie (F).
Ansprechpartner:
Oberarzt Dr. F. Andres
E-Mail: frank.andres@kkl.srh.de