
Unser Zentrum bietet paraplegiologische Diagnostik und Therapie auf dem aktuellen Stand der Technik und mit hohem Qualitätsniveau. Erst 2005 haben wir die gesamte Abteilung komplett umgestaltet und von Grund auf renoviert. Großzügige Sanitäranlagen sowie lichtdurchflutete und ansprechende, modern eingerichtete Räume stehen seither zur Verfügung.
Unsere Ärzte, Fachpflegekräfte und Therapeuten behandeln ihre Patienten während der gesamten Behandlung gemeinsam und arbeiten Hand in Hand. Dank der Kooperation mit dem Fachbereich Akut-Neurologie und Neuroradiologie können wir Menschen mit Querschnittslähmungen differenziert untersuchen. Unsere modern ausgestattete Abteilung für Radiologie ermöglicht es uns, die notwendige Behandlung genau auf Ihre Bedürfnisse abzustimmen. Für die individuelle Diagnostik und Therapie von Harnblasenlähmungen steht uns seit 1990 außerdem ein fachurologisch betreuter spezieller urodynamischer Messplatz zur Verfügung. Bereits in der Akutbehandlung führen unsere Fachleute Menschen mit Querschnittslähmungen schrittweise an Übungen zur Wiederherstellung (Rehabilitation) heran und verbessern damit die Erfolgsaussichten der Therapie.
Unser Zentrum pflegt den intensiven fachlichen Austausch mit anderen Spezialkliniken und engagiert sich für die wissenschaftliche Forschung. Unter der fachlichen Aufsicht der Deutschsprachigen Medizinischen Gesellschaft für Paraplegie (DMPG) arbeiten wir eng mit weiteren 23 Zentren für die Behandlung von Querschnittslähmungen in Deutschland zusammen. Außerdem gehören wir verschiedenen europäischen Arbeitskreisen auf dem Gebiet der Paraplegie an.
Regelmäßig beteiligen sich unsere Ärzteteams an Studien, Forschungsprojekten und Fortbildungen, um neue therapeutische Möglichkeiten für Menschen mit Querschnittslähmungen zu entwickeln. So leistete unsere Abteilung 1986 einen bedeutsamen wissenschaftlichen Beitrag zur Einführung der intrathekalen Baclofentherapie zur Spastikbehandlung. Bei dieser Therapieform, die wir heute noch anbieten, gelangen Medikamente durch implantierte Pumpen direkt in den Rückenmarksraum. Als weltweit erste Klinik führten wir im Jahre 1989 in Zusammenarbeit mit der Universität Bonn unter der Leitung von Professor Anton Wernig die Laufbandtherapie ein. Bei dieser Therapie trainieren Menschen mit Querschnittslähmungen am gesicherten Laufband Schreitmuster und -bewegungen – eine physikalische Therapieform, die seither im In- und Ausland vielen Menschen geholfen hat, das Laufen wieder zu erlernen.